Holzfaserplatten: Herstellung

Die benötigte Faser für die Herstellung der Holzfaserplatte wird aus verholztem Pflanzenmaterial erzeugt in einzelnen Arbeitsgängen, wie hacken, dämpfen, kochen und aufschließen...

Wie wird eine Holzfaserplatte hergestellt?



Die benötigte Faser wird aus verholztem Pflanzenmaterial erzeugt und das geschieht dadurch, dass das Rohmaterial gehackt und anschließend gedämpft und gekocht wird. Im Anschluss daran wird das Material chemisch oder mechanisch bis hin zur Einzelfaser, bzw. den Faserbruchstücken der den Faserbündeln aufgeschlossen. Enzyme kommen bei der modernen Biotechnologie zum Einsatz. Hiermit wird der Aufschluss erleichtert, wenn man den Chemikalieneinsatz vermindern will. Man kann dieses Verfahren in etwa auch mit dem Aufschlussverfahren vergleichen, was in der Zellstoff- und Papierindustrie zum Einsatz kommt.




Was passiert anschließend mit den gewonnenen Fasern?

Die Einzelfaser, Faserbruchstücke oder Faserbündel werden dann teilweise einer Bleiche unterzogen. Dieses Verfahren wird angewendet, damit höhere Weißgrade erzielt werden für hochwertigere Anwendungen. Bei diesem Verfahren wird das Lignin, beispielsweise durch Enzyme abgebaut, das ist das so genannte Bleaching. Das Lignin ist mit verantwortlich für die dunkle Färbung der verholzten Substanz.

Die verschiedenen Herstellungsverfahren

Da ist zum einen das Nassverfahren, wo die Fasern aus einer wässrigen Fasersuspension zum Vlies sedimentieren. Das bedeutet, eine Flüssigkeit aus Holzfasern trocknet aus, es bleiben nur die Holzfasern übrig, welche zu einer Platte ineinander verschmelzen.

Ein anderes Verfahren ist das umweltfreundliche Trockenverfahren. Hierbei werden die Fasern entweder pneumatisch oder mechanisch verdichtet beziehungsweise zu einem Vlies gepresst. Dabei entweicht die Flüssigkeit alles was übrig bleibt ist die Holzfaserplatte.

Die durch die verschiedenen Verfahren entstandenen Matten werden dann verpresst. Der Zusammenhalt der Fasern im Vlies ist darauf zurückzuführen, das diese Verfilzen und gegebenenfalls Bindemittel zugesetzt werden, damit die Platte robust und haltbar gemacht wird. Bei den modernen Herstellungsverfahren wird auf chemische Bindungsmittel verzichtet, denn man greift zum Teil als Bindemittel auf das im Holz auf natürliche Weise vorhandene Lignin zurück.